Mäuse-Langzeitstudie stellt Ernährungsempfehlungen in Frage
Zu diesen Ergebnissen kamen die Forscher durch die Beobachtung von Mäusen, die eine genetische Neigung zu Übergewicht besaßen. "Sie wurden mit einer Fett- und Kohlenhydrat-reichen Nahrung gefüttert, die der ungünstigen Ernährung westlicher Industriestaaten entspricht", berichtet Studienautor Frank Isken im pressetext-Interview. Ein Teil der Mäuse bekam vor allem lösliche Fasern, der andere unlösliche. Nach der zehn Monate lang dauernden Beobachtung zeigten sich deutliche Gewichtsunterschiede der beiden Mäusegruppen. "Die Tiere, die lösliche Ballaststoffe zu sich genommen hatten, waren weit dicker als diejenigen der Vergleichsgruppe", so der Ernährungsmediziner. Die Zahl kurzkettiger Fettsäuren im Darm war bei den mit löslichen Ballaststoffen gefütterten Tieren höher, was durch die höhere Gesamtenergie die Körperfettzunahme erklären könnte. Gleichzeitig sank die Insulinempfindlichkeit, was als Vorzeichen der Zuckerkrankheit gilt. Für die langfristige Einnahme nicht-löslicher Ballaststoffe zeigten sich hingegen positive Effekte, wie etwa eine geringere Leberverfettung, geringerer Fettaufbau oder eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Insulin. Das wirft ein neues Bild auf lösliche Ballaststoffe. Zwar sei es verfrüht, daraus bereits Ernährungsempfehlungen für die menschliche Gesundheit abzuleiten. | |||||
Montag, 13. Juli 2009
Lösliche Ballaststoffe machen dick
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