Dienstag, 20. Januar 2009

Neue Studie soll sozioökonomische Auswirkungen von Gesundheitsstörungen bei Rheumakranken aufzeigen

Während die Politik bestrebt ist, die Beschäftigungszahlen aufrecht zu erhalten, untersucht eine neue europäische Studie die sozioökonomischen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit
Britische Forschungsorganisation führt Studie über sozioökonomische Auswirkungen von Gesundheitsstörungen durch.
Eine bahnbrechende Studie wird heute in 24 europäischen Ländern eingeleitet. Ziel der Studie ist ein besseres Verständnis über die Auswirkungen bestimmter chronischer Gesundheitsstörungen auf die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen und die Gesellschaft insgesamt.
Die Studie untersucht ebenfalls die Auswirkungen auf das öffentliche Wohlfahrtssystem in unterschiedlichen Ländern, das Personen, die nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen können, unterstützen soll.
Die Studie trägt den Namen "Fit for Work" und wird von der Work Foundation durchgeführt. Die Work Foundation ist eine britische gemeinnützige Forschungs- und Beratungsorganisation. Sie soll dazu dienen, das Auftreten und die Auswirkungen von MSD (die Skelettmuskulatur betreffende Leiden) zu untersuchen. Hierzu zählen rheumatische Gelenkentzündungen, chronische Schmerzen im unteren Rückenbereich und Verletzungen von Gelenken, Muskeln und Sehnen. Mithilfe dieser Studie soll untersucht werden, wie sich diese Beeinträchtigungen auf das tägliche Leben der Betroffenen auswirken und welche Kosten daraus für die Gesellschaft insgesamt resultieren können.
"Wir sehen mit Besorgnis, dass MSD ernst zu nehmende negative
Auswirkungen auf die Produktivität europäischer Erwerbstätiger haben.
Es gibt jedoch keine ausreichenden Untersuchungen wie bei vielen
anderen Beeinträchtigungen, etwa im Falle von Stress", erläutert
Stephen Bevan, Managing Director der Work Foundation. "In diesen
Zeiten der Rezession ist es von besonderer Bedeutung, dass
diejenigen, die arbeiten können, auch die Gelegenheit dazu erhalten,
und dass die Wohlfahrtssysteme nicht enorme unnötige Kosten tragen
müssen. Wir befürchten, dass aufgrund mangelnder Kenntnisse über
diese Beeinträchtigungen und eine geeignete Behandlungsmethode
Tausende von Betroffenen mit MSD unnötigerweise vom Arbeitsmarkt
ausgeschlossen bleiben und enorme ökonomische Schäden und soziale
Kosten auf Europa zukommen werden. Wir führen diese Studie durch, um
zu einem besseren Verständnis zu gelangen, wie sich eine frühere
Diagnose und frühere medizinische Behandlung positiv auf die
Gesundheit der Betroffenen und die damit verbundenen Kosten im
Verlauf der nächsten Jahre innerhalb der EU auswirken können."
Maarten de Wit setzt sich als Vice President von EULAR in
Europafür Personen, die an Arthritis oder Rheumatismus leiden, ein.
Er erläutert: "Regierungen, Angehörige der Gesundheitsberufe und
Patientenorganisationen müssen zusammenarbeiten, um die
Behandlungsformen, Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen im Falle
von Erkrankungen der Skelettmuskulatur zu verbessern, die Betroffenen
nicht vom Arbeitsmarkt auszuschließen und die Belastungen im Falle
rheumatischer Erkrankungen für die Betroffenen und die Gesellschaft
insgesamt zu reduzieren."
Die Studie wird seit diesem Monat und bis April 2009 durchgeführt.
Die Daten werden von den Mitarbeitern der Work Foundation und
mithilfe nationaler Partner in allen Teilnehmerländern gesammelt. Die
Work Foundation beabsichtigt, den politischen Entscheidungsträgern
die wichtigsten Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation am 15. April
2009 in Brüssel bekannt zu geben.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fitforworkeurope.eu